Karwochenopfer

Im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz organisieren wir das jährliche "Karwochenopfer für die Christen im Heiligen Land" in den römisch-katholischen Pfarreien und Ordensgemeinschaften. Die gesammelten Mittel kommen vollumfänglich lokalen kirchlichen Gemeinschaften oder Institutionen verschiedener Riten in den Ursprungsländern des Christentums zugute.
 
Wer die Lage in den Ursprungsländern des Christentums kennt, weiss, wie sehr die dortigen Christen auf Solidarität angewiesen sind.

Mit der Kollekte des Karwochenopfers fördert der Schweizerische Heiligland-Verein verschiedene Projekte in Israel, Palästina, Libanon, Syrien, Ägypten und Irak.



Rechenschaftsbericht: Verwendung Karwochenopfer 2016

So wurde das Karwochenopfer verwendet
Das Karwochenopfer 2016 ergab das beeindruckende Ergebnis von 813'069.56 Franken. Diese Solidarität mit den Menschen im Nahen Osten erfüllt uns mit grosser Freude und tiefer Dankbarkeit. Der unermüdliche Einsatz der Pfarreien und Pfarreimitarbeitenden für diese Kollekte und die Empfehlung der Schweizer Bischofskonferenz sind wertvoll und unersetzlich. Herzlichen Dank.

Traditionell geht je die Hälfte des Karwochenopfers an die Kustodie der Franziskaner und an den Schweizerischen Heiligland-Verein. Die Franziskaner verwenden ihren Anteil wiederum für die Not leidenden Menschen in Syrien. Wir unterstützen in Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Ägypten und Urak die einheimischen Kirchen und ihre Institutionen, die sich im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen und in der Pastoralarbeit engagieren.

Das Notfallkonto
Sie kennen die schwierige Lebenssituation in den Ländern des Nahen Ostens. Wir berichten in unserer Zeitschrift regelmässig darüber. Dank dem Notfallkonto des Karwochenopfers können wir bei Krisen oder Notfällen glücklicherweise schnell reagieren, wie in den letzte Jahren in Ägypten, Syrien und im Irak. Der Überschuss kommt im Berichtsjahr verschiedenen Projekten in Syrien, Libanon und Irak zugute.

Verteilung nach Aufgaben
Einer unserer Schwerpunkte ist die Förderung des Bildungswesens. Dafür wurden 100'000 Franken verwendet. Damit wurden beispielsweise das Collège des Frères De La Salle in Ost-Jerusalem und die Ecole Biblique et Archéologique Française in Jerusalem unterstützt, aber auch die Handwerkerschule der Salesianer und die Bethlehem University in Bethlehem und eine Schule der AUEED im oberägyptischen Assiut.

Ein anderer Schwerpunkt ist die Sozialarbeit. Mit insgesamt 95'000 Franken haben wir Kinderheime für Sozialwaisen in verschiedenen Gegenden des Libanon unterstützt, aber auch Sozialwerke wie Haus Gnade in Haifa oder Mission de Vie in Antelias (Beirut). Die Sozialarbeit der kirchlichen Institutionen ist äusserst wichtig, die Verantwortlichen sind nahe bei den Armen und Bedürftigen. Oft leisten sie Überlebenshilfe, denn die wortschaftliche Situation ist in keinem der Länder des Nahen Ostens genügend stabil.

Der dritte Schwerpunkt ist die sozialpastorale Arbeit, wofür 115'000 Franken eingesetzt wurden. Für die Verantwortlichen der Kirchen ist diese finanzielle Unterstützung eine grosse Entlastung. Die Seelsorger und Pfarreimitarbeitenden leisten wertvolle Jugendarbeit, erteilen Religionsunterricht, führen Lager für Kinder, Jugendliche und Behinderte durch und bieten Weiterbildungskurse an.


Karwochenopfer 2016: Projektliste

Projekte
CHF
1.
Universität Bethlehem, Bethlehem (Stipendienhilfe)
Palästina
30'000.00
2.
Handwerkerschule der Salesianer, Bethlehem (Stipendienhilfe)
Palästina
20'000.00
3.
Collège des Frères De La Salle, Ost-Jerusalem (Stipendienhilfe)
Israel
20'000.00
4.
Ecole biblique et archéologique française, Jerusalem (Stipendienhilfe)
Israel
10'000.00
5.
Griechisch-katholisch melkitisches Erzbistum von Akka, Haifa, Nazareth und dem ganzen Galiläa (Sozial-pastoraler Entwicklungsfonds Galiläa)
Israel
20'000.00
6.
Haus Gnade, Haifa (Sozialarbeit, Kinder- und Jugendarbeit)
Israel
20'000.00
7.
Gemeinschaft der Missionnaires de Saint Paul, Harissa (sozial-pastorale Belange)
Libanon
20'000.00
8.
Armenisch-katholisches Patriarchat von Kilikien, Beirut (Sozialarbeit)
Libanon
15'000.00
9.
Griechisch-katholisch melkitisches Erzbistum von Beirut und Jbeil (sozial-pastorale Belange)
Libanon
10'000.00
10.
Paroisse Notre-Dame, Père Maroun Y. Ghafari, Alma Chaab (Sozialarbeit im Südlibanon)
Libanon
10'000.00
11 Waisenhaus und Schule der griechisch-katholisch melkitischen Sœurs de Notre-Dame du Bon Service, Jabboulé bei Baalbeck, Nordlibanon Libanon 10'000.00
12. Waisenhäuser und Schule in Ain Warka und Beit Habbak der maronitischen Sœurs Missionnaires du Très Saint-Sacrement, Ain Warka (Ghosta) Libanon
20’000.00
13. Mission de Vie, Antelias (Sozialarbeit) Libanon 10'000.00
14.
Griechisch-katholisch melkitisches Bistums von Aleppo (sozial-pastorale Belange)
Syrien
20'000.00
15.
Griechisch katholisch melkitisches Bistum von Lattaquieh und dem Tal der Christen (sozial-pastorale Belange)
Syrien
20'000.00
16.
Griechisch-katholisch melkitisches Bistum von Bosra, Hauran und Jabal Al-Arab (sozial-pastorale Belange)
Syrien
20'000.00
17.
Association of Upper Egypt for Education and Development (AUEED) -: Deir el Ganadla School, Assiut (Schulbildung für arme Kinder)
Ägypten
20'000.00
18. Koptisch-katholisches Bistum, Minia (sozial-pastorale Belange) Ägypten
5'000.00
19.
Basmat al-Qarib: Bait Anya – Haus für ältere und behinderte Frauen, Bagdad (Sozialarbeit)
Irak
10'000.00
Total Projekte
310'000.00
Notfallkonto *
30‘000.00
Gesamttotal
340‘000.00

* Das Notfallkonto ist wichtig und wertvoll, erlaubt es uns doch, auf Krisen und Notsituationen in den Ländern des Nahen Ostens schnell und wirkungsvoll zu reagieren.

Der Schweizerische Heiligland Verein begegnet dieser Notwendigkeit auch durch Förderung anderer Projekte ausserhalb des Karwochenopfers. In unserer Zeitschrift "Heiliges Land" werden einige dieser Projekte vorgestellt, weitere können dank eingehender freier Spenden und mit der Herbstaktion unterstützt werden

Palästina 50‘000.00
Israel 70‘000.00
Libanon 95‘000.00
Syrien 60‘000.00
Ägypten 25‘000.00
Irak 10‘000.00
310‘000.00
Ausbildung 100‘000.00
Sozialarbeit 95‘000.00
Sozial-pastorale Belange 115‘000.00
310‘000.00

Appell der Bischöfe

Karwochenopfer 2017
"Christen im Heiligen Land – unsere Geschwister"


Liebe Schwestern und Brüder in Christus

Wir beten um Frieden für das Heilige Land und für den Nahen Osten. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den unter diesen gesellschaftlichen und staatlichen Konflikten leidenden Menschen. Wir sind betrübt über den Kummer und die Not. welche die Menschen auszuhalten haben. Hier hat Jesus gelebt und den Frieden verkündet! In diesem besonderen Teil der Welt ist die Heimat der arabischen Christinnen und Christen, dort sind ihre religiösen und kulturellen Wurzeln. Doch allzu viele von ihnen haben schon den Weg des Exils wählen müssen.

Niemand verlässt seine Heimat einfach so. Die Menschen sind auf Sicherheit, Gesundheit, Bildung, Arbeit, eine Zukunft für sich und ihre Familien angewiesen. Sie sind des Wartens und Hoffens müde, suchen nach Perspektiven. Wie gut, dass sich die Kirchen mit ihren zahlreichen Einrichtungen zum Wohle der Bevölkerung einsetzen. Frauen und Männer engagieren sich im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen und betreuen Binnenflüchtlinge und Kriegsvertriebene. Auch sie brauchen unsere Unterstützung, alleine können sie diese Hilfe nicht leisten.

Mit dem Karwochenopfer, zu dem der Schweizerische Heiligland-Verein und die Franziskanerkustodie seit vielen Jahren einladen, zeigen wir die tiefe Verbundenheit mit unsern Schwestern und Brüdern in den Ursprungsländern des Christentums. Wir rufen auch in dieser Karwoche die Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz zur Solidarität mit den orientalischen Christinnen und Christen auf. Wir wollen mit Spenden und Gebeten den einheimischen Kirchen und ihren Institutionen in ihren sozialen, pastoralen und katechetischen Tätigkeiten beistehen. Jede Spende ist willkommen!

Momentan können leider nicht alle Länder des Nahen Ostens gleich gut besucht werden. Wir möchten Sie gleichwohl ermutigen, auf Pilger- und Begegnungsreisen mit Ihren Pfarreiangehörigen und Gruppen die reichen Schätze der Ostkirchen kennenzulernen und bei Begegnungen mit unsern orientalischen Geschwistern Einsicht in ihre Lebenssituation zu gewinnen.

Wir danken für Ihre Solidarität. Möge Gottes Segen auf diese geprüfte Region herabkommen und Versöhnung und den langersehnten Frieden bringen.

Freiburg i. Ü., im April 2017    
Die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte

 

Dokumente Karwochenopfer 2017 zum downloaden

Brief an die Pfarreien zum Karwochenopfer 2017



Brief an die Pfarreien zum Karwochenopfer 2017 deutsch (PDF)
Brief an die Pfarreien zum Karwochenopfer 2017 französisch (PDF)
Brief an die Pfarreien zum Karwochenopfer 2017 italienisch (PDF)

Wort der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2017



Wort der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2017 deutsch (PDF)
Wort der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2017 französisch (PDF)
Wort der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2016 italienisch (PDF)

Flyer zum Karwochenopfer 2017



Flyer zum Karwochenopfer 2017 deutsch (PDF)
Flyer zum Karwochenopfer 2017 französisch (PDF)

Flyer zum Karwochenopfer 2017 italienisch (PDF)

Plakat zum Karwochenopfer 2017



Plakat zum Karwochenopfer 2017 deutsch (PDF 4.1MB)
Plakat zum Karwochenopfer 2017 französisch (PDF 4.1MB)
Plakat zum Karwochenopfer 2017 italienisch (PDF 4.1MB)

Gebet für den Nahen Osten 2017



Friedensgebet zum Karwochenopfer 2017 deutsch (PDF)
Friedensgebet zum Karwochenopfer 2017 französisch (PDF)
Friedensgebet zum Karwochenopfer 2017 italienisch (PDF)

Fürbitten zum Karwochenopfer 2017



Fürbitten zum Karwochenopfer 2017 deutsch (PDF)
Fürbitten zum Karwochenopfer 2017 französisch (PDF)
Fürbitten zum Karwochenopfer 2017 italienisch (PDF)

Vorschlag zur Ankündigung zum Karwochenopfer 2017

Vorschlag zur Ankündigung zum Karwochenopfer 2017 deutsch (PDF)
Vorschlag zur Ankündigung zum Karwochenopfer 2017 französisch (PDF)
Vorschlag zur Ankündigung zum Karwochenopfer 2017 italienisch (PDF)

Text für das Pfarrblatt zum Karwochenopfer 2017



Text für das Pfarrblatt zum Karwochenopfer 2017 deutsch (PDF)
Text für das Pfarrblatt zum Karwochenopfer 2017 französisch (PDF)
Text für das Pfarrblatt zum Karwochenopfer 2017 italienisch (PDF)