Karwochenopfer

Im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz organisieren wir das jährliche "Karwochenopfer für die Christen im Heiligen Land" in den römisch-katholischen Pfarreien und Ordensgemeinschaften. Die gesammelten Mittel kommen vollumfänglich lokalen kirchlichen Gemeinschaften oder Institutionen verschiedener Riten in den Ursprungsländern des Christentums zugute.
 
Wer die Lage in den Ursprungsländern des Christentums kennt, weiss, wie sehr die dortigen Christen auf Solidarität angewiesen sind.

Mit der Kollekte des Karwochenopfers fördert der Schweizerische Heiligland-Verein verschiedene Projekte in Israel, Palästina, Libanon, Syrien, Ägypten und Irak.

Zwei Projekt-Filme von Christoph Klein

Film von Christoph Klein zum Projekt "Technische Schule der Salesianer" >>> Film von Christoph Klein zum Projekt
"Holy Child Program" >>>



Rechenschaftsbericht: Verwendung Karwochenopfer 2015

So wurde das Karwochenopfer verwendet
Das Karwochenopfer 2015 ergab das beeindruckende Ergebnis von 855'143.53 Franken. Diese Solidarität mit den Menschen im Nahen Osten erfüllt uns mit grosser Freude und tiefer Dankbarkeit. Der unermüdliche Einsatz der Pfarreien und Pfarreimitarbeitenden für diese Kollekte und die Empfehlung der Schweizer Bischofskonferenz sind wertvoll und unersetzlich. Herzlichen Dank.

Traditionell geht je die Hälfte des Karwochenopfers an die Kustodie der Franziskaner und an den Schweizerischen Heiligland-Verein. Die Franziskaner verwenden ihren Anteil wiederum für die Not leidenden Menschen in Syrien. Wir unterstützen die einheimischen Kirchen und ihre Institutionen in Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Ägypten und erstmals im Irak, die sich im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen und in der Pastoralarbeit engagieren.

Das Notfallkonto
Sie kennen die schwierige Lebenssituation in den Ländern des Nahen Ostens. Wir berichten in unserer Zeitschrift regelmässig darüber. Dank dem Notfallkonto des Karwochenopfers können wir bei Krisen oder Notfällen schnell reagieren, wie in den letzte Jahren in Ägypten, Syrien und im Irak. Der Überschuss kam Projekten für Flüchtlinge in Syrien und im Libanon zugute.

Verteilung nach Aufgaben
Einer unserer Schwerpunkte ist die Förderung des Bildungswesens. Dafür wurden 115'000 Franken verwendet. Damit wurden beispielsweise das Collège des Frères De La Salle in Ost-Jerusalem und die Ecole Biblique et Archéologique Française in Jerusalem unterstützt, aber auch die Handwerkerschule der Salesianer und die Bethlehem University in Bethlehem und eine Schule der AUEED im oberägyptischen Assiut.

Ein anderer Schwerpunkt ist die Sozialarbeit. Mit insgesamt 90'000 Franken haben wir Kinderheime für Sozialwaisen in verschiedenen Gegenden des Libanon unterstützt, aber auch Sozialwerke wie Haus Gnade in Haifa oder Mission de Vie in Antelias (Beirut). Auch die Sozialarbeit der kirchlichen Institutionen ist wichtig, denn sie sind nahe bei den Armen und Bedürftigen. Oft leisten sie Überlebenshilfe, da die wortschaftliche Situation ist in keinem der Länder des Nahen Ostens stabil ist.

Der dritte Schwerpunkt ist die sozialpastorale Arbeit, wofür 125'000 Franken eingesetzt wurden. Für die Verantwortlichen der Kirchen ist diese finanzielle Unterstützung eine grosse Entlastung. Die Seelsorger und Pfarreimitarbeitenden leisten wertvolle Jugendarbeit, erteilen Religionsunterricht, führen Lager für Kinder, Jugendliche und Behinderte durch und bieten Weiterbildungskurse an.


Karwochenopfer 2016: Projektliste

Projekte
CHF
Universität Bethlehem, Bethlehem (Stipendienhilfe), Palästina
30'000.00
Handwerkerschule der Salesianer, Bethlehem (Stipendienhilfe), Palästina
20'000.00
Collège des Frères De La Salle, Ost-Jerusalem (Stipendienhilfe), Israel
20'000.00
Ecole Biblique et Archéologique Française, Jerusalem (Stipendienhilfe)
Israel
10'000.00
Griechisch-katholisch melkitisches Erzbistum von Akka, Haifa, Nazareth und dem ganzen Galiläa (Sozial-pastoraler Entwicklungsfonds Galiläa), Israel
20'000.00
Haus Gnade, Haifa (Sozialarbeit, Kinder- und Jugendarbeit), Israel
20'000.00
Gemeinschaft der Missionnaires de Saint Paul, Harissa (sozial-pastorale Belange), Libanon
20'000.00
Armenisch-katholisches Patriarchat von Kilikien, Beirut (Sozialarbeit), Libanon
15'000.00
Griechisch-katholisch melkitisches Erzbistum von Beirut und Jbeil (sozial-pastorale Belange), Libanon
10'000.00
Paroisse Notre-Dame, Père Maroun Y. Ghafari, Alma Chaab (Sozialarbeit im Südlibanon), Libanon
10'000.00
Waisenhaus und Schule der griechisch-katholisch melkitischen Sœurs de Notre-Dame du Bon Service, Jabboulé bei Baalbeck, Nordlibanon, Libanon 10'000.00
Mission de Vie, Antelias (Sozialarbeit), Libanon
10'000.00
Griechisch-katholisch melkitisches Bistums von Aleppo (sozial-pastorale Belange), Syrien
20'000.00
Griechisch‑katholisch melkitisches Bistum von Lattaquieh und dem Tal der Christen (sozial-pastorale Belange), Syrien
20'000.00
Griechisch-katholisch melkitisches Bistum von Bosra, Hauran und Jabal Al-Arab (sozial-pastorale Belange), Syrien
20'000.00
Association of Upper Egypt for Education and Development (AUEED) -: Deir el Ganadla School, Assiut (Schulbildung für arme Kinder), Ägypten
20'000.00
Koptisch-katholisches Bistum, Minia (sozial-pastorale Belange), Ägypten
5'000.00
Basmat al-Qarib: Bait Anya – Haus für ältere und behinderte Frauen, Bagdad (Sozialarbeit), Irak
10'000.00
Total Projekte
310'000.00
Notfallkonto *
30‘000.00
Gesamttotal
340‘000.00

*Das Notfallkonto ist wichtig und wertvoll, erlaubt es uns doch, auf Krisen und Notsituationen in den Ländern des Nahen Ostens schnell und wirkungsvoll zu reagieren.

Der Schweizerische Heiligland Verein begegnet dieser Notwendigkeit auch durch Förderung anderer Projekte ausserhalb des Karwochenopfers. In unserer Zeitschrift "Heiliges Land" werden einige dieser Projekte vorgestellt, weitere können dank eingehender freier Spenden und mit der Herbstaktion unterstützt werden.

Aufruf der Schweizer Bischöfe

Karwochenopfer 2016
"Ihre Heimat – unsere Wurzeln : Christen im Heiligen Land"


Liebe Schwestern und Brüder in Christus

Wir bitten um Frieden im Heiligen Land, im Nahen Osten und in der ganzen Welt. Wir träumen von einer Welt, in der sich Menschen verschiedener Kulturen, Heimatländer, Sprachen und Religionen nicht mehr als Gegner oder Feinde begegnen. Vielen Christinnen und Christen ist der Nahe Osten Heimat. Hier haben sie ihre religiösen und kulturellen Wurzeln, leben in den reichen Traditionen der Ostkirchen, sprechen sogar noch die Sprache Jesu. Ihr Glaube begleitet sie, ist Teil ihres Lebensalltags. Heimat ist für sie deshalb viel mehr als nur Boden. Hier sind ihre geis-tigen Wurzeln, die auch die unseren sind. Diese Heimat verlässt niemand einfach so.

Glücklicherweise besteht seit jeher eine grosse Nähe zwischen den Kirchen, kirchlichen Institu-tionen und der Bevölkerung. Zahlreich engagieren sich Frauen und Männer vor Ort im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen und betreuen Binnenflüchtlinge und Kriegsvertriebene. In dieser schwierigen Zeit brauchen sie unsere Unterstützung, alleine können sie diese Hilfen nicht leisten.

Mit dem Karwochenopfer, zu dem der Schweizerische Heiligland-Verein und die Franziskaner-kustodie seit vielen Jahren einladen, zeigen wir die tiefe Verbundenheit mit unsern Schwestern und Brüdern in den Ursprungsländern des Christentums. Wir rufen auch in dieser Karwoche die Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz zur Solidarität mit den orientalischen Christinnen und Christen auf. Wir wollen mit Spenden und Gebeten den einheimischen Kirchen und ihren Institutionen in ihren sozialen, pastoralen und katechetischen Tätigkeiten beistehen. Jede Spende ist willkommen!

Auch wenn momentan leider nicht alle Länder des Nahen Ostens gleich gut besucht werden können, möchten wir Sie gleichwohl ermutigen, auf Pilger- und Begegnungsreisen mit Ihren Pfarreiangehörigen und Gruppen die reichen Schätze der Ostkirchen kennenzulernen. Denn: Begegnungen sind wichtig, Wallfahrten sind wichtig. Menschen müssen auf diesem Boden stehen, auf dem Jesus gewandert ist. Nur so lernen wir unsere orientalischen Geschwister und ihre Lebenssituation besser kennen und verstehen.

Wir danken für Ihre Solidarität. Möge Gottes Segen auf diese geprüfte Region herabkommen und Versöhnung und den langersehnten Frieden bringen.

Freiburg, im März 2016
Die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte

 

Dokumente Karwochenopfer 2016 zum downloaden

Flyer zum Karwochenopfer 2016



Flyer zum Karwochenopfer 2016 deutsch (PDF)
Flyer zum Karwochenopfer 2016 französisch (PDF)

Flyer zum Karwochenopfer 2016 italienisch (PDF)

Vorschlag zur Ankündigung zum Karwochenopfer 2016

Vorschlag zur Ankündigung zum Karwochenopfer 2016 deutsch (PDF)
Vorschlag zur Ankündigung zum Karwochenopfer 2016 französisch (PDF)
Vorschlag zur Ankündigung zum Karwochenopfer 2016 italienisch (PDF)

Wort der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2016



Wort der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2016 deutsch (PDF)
Wort der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2016 französisch (PDF)
Wort der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2016 italienisch (PDF)

Gebet für den Nahen Osten 2016



Friedensgebet zum Karwochenopfer 2016 deutsch (PDF)
Friedensgebet zum Karwochenopfer 2016 französisch (PDF)
Friedensgebet zum Karwochenopfer 2016 italienisch (PDF)

Fürbitten zum Karwochenopfer 2016



Fürbitten zum Karwochenopfer 2016 deutsch (PDF)
Fürbitten zum Karwochenopfer 2016 französisch (PDF)
Fürbitten zum Karwochenopfer 2016 italienisch (PDF)

Text für das Pfarrblatt zum Karwochenopfer 2016



Text für das Pfarrblatt zum Karwochenopfer 2016 deutsch (PDF)
Text für das Pfarrblatt zum Karwochenopfer 2016 französisch (PDF)
Text für das Pfarrblatt zum Karwochenopfer 2016 italienisch (PDF)

Brief an die Pfarreien zum Karwochenopfer 2016



Brief an die Pfarreien zum Karwochenopfer 2016 deutsch (PDF)
Brief an die Pfarreien zum Karwochenopfer 2016 französisch (PDF)
Brief an die Pfarreien zum Karwochenopfer 2016 italienisch (PDF)

Plakat zum Karwochenopfer 2016



Plakat zum Karwochenopfer 2016 deutsch (PDF 1.4MB)
Plakat zum Karwochenopfer 2016 französisch (PDF 1.4MB)
Plakat zum Karwochenopfer 2016 italienisch (PDF 1.4MB)