Zeitschrift Archiv


Ausgabe 04/11

Etwa im Jahr 1518 eröffneten die Franziskaner die erste katholische Schule in Bethlehem, im Heiligen Land. Seither gründeten verschiedene andere Ordensgemeinschaften, Kongregationen und Kirchen weitere Schulen. Heute gibt es in Israel 44 katholische Schulen: Kindergärten, Vorschulen, Grundschulen, Junior High Schools und Secondary Schools. Dazu kommen weiterführende Schulen und Universitäten.


Ausgabe 03/11

Der zunehmende Exodus der Christen aus dem Irak angesichts der politischen und religiösen Spannungen gab dem Symposium eine unerfreuliche Brisanz. Vom 13. bis 14. Mai 2011 tauschten sich Christen über das Christentum in Mesopotamien aus. Das Symposium wurde vom Pontifical Babel College zusammen mit der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg durchgeführt.


Ausgabe 02/11


Gehen die Armen vergessen, droht jede Gesellschaft kaputt zu gehen. Die Revolutionen im Norden Afrikas gehen vielfach auf die Initiative der verarmten Bevölkerung zurück. Und auch auf Menschen, die in einem gewissen materiellen Wohlstand leben, aber von der aktiven Teilnahme am politischen Leben ausgeschlossen waren, beispielsweise in Tunesien. Die Menschenrechte sind unteilbar: die wahre Freiheit lässt sich nicht mit Geld "kaufen".


Ausgabe 01/11

"Frieden in Nahost ist möglich!" Mit einem eindringlichen Appell für Frieden und mehr Religionsfreiheit hat Papst Benedikt XVI. die Nahostsynode im Vatikan beendet. Im Nahen Osten herrschten schon allzu lange Konflikte, Kriege, Gewalt und Terrorismus, beklagte das Kirchenoberhaupt. Frieden ist möglich! Frieden ist dringend!", rief der Papst. "Resigniert nie vor dem Mangel an Frieden!", rief er den Patriarchen und Bischöfen aller Nahostländer sowie Vertretern der Weltkirche zu.


Ausgabe 04/10


Lebenssituation in Gaza: Gut ausgebildet – aber kaum Arbeit. Gespräch mit Guillermo Fabrega, argentinischer Missionar in Gaza.
Die Einwohner leben schon seit langer Zeit in dieser Situation und betrachten vieles als selbstverständlich. Die Einschränkungen bedingen, dass wir alltägliche Dinge überdenken. Die Mahlzeiten sind einfach und decken nur 60 Prozent einer korrekten Ernährung. Seit einigen Wochen können wir bessere Produkte erhalten wie Milch, Süssigkeiten und Gemüse.


Ausgabe 03/10

Der Staat Libanon befindet sich am Schnittpunkt der Kontinente Asien, Europa und Afrika. In der Geschichte hat er alle Zivilisationen durchlebt und ist Brennpunkt der drei monotheistischen Religionen. Judentum, Christentum und Islam zeichnen sich durch ihre Vielfalt und Gemeinsamkeiten aus. Die Unterschiede bei den religiösen Traditionen sind auffallend, manchmal irritierend. Religiös motivierte Identitäten haben in den Kriegen das Auseinanderleben gefördert.


Ausgabe 02/10

Allen zehn Institutionen, die wir während der ersten Woche im Mai besucht haben, ist eines gemeinsam: Die Nachfrage nach den Dienstleistungen kirchlicher Institutionen ist gross, vielen Benützern fehlt oft das Geld. Die Institutionen befinden sich in den Regionen Jerusalem/Bethlehem und Haifa/Nazareth.


Ausgabe 01/10

Mauern haben mindestens zwei Funktionen: einerseits bieten sie Schutz, anderseits trennen sie. Drehkreuze, wie Sie eines auf der Titelseite sehen, sind eine Kontrolle für den Zugang. Wir kennen sie an Skiliften, im Flughafen und an vielen anderen Orten. Das Leben zwischen Israel und den Palästinensern ist von beiden geprägt und erschwert das Leben massgeblich.


Ausgabe 04/09

Das Familienzentrum der Franziskaner Schwestern in Bethlehem wurde 2004 gegründet. Ihr Ziel ist es, Familien, die durch den jahrelangen bewaffneten Konflikt an einem Trauma leiden, mit Beratung und Arbeitsbeschaffung zu unterstützen und sie finanziell zu begleiten. Das Familienzentrum hat Bildungsprogramme für Kinder geschaffen, und Familien wer den beim Wiederaufbau oder bei der Sanierung ihrer Wohnungen unterstützt.


Ausgabe 03/09


Die maronitische Gemeinschaft der Antoniner errichtete im Jahr 1990 in Marjayoun die Technische Schule St. Joseph. Hier werden junge Frauen und Männer aus der Region und der südlichen Landesgrenze ausgebildet. Die schwierige Lebenssituation in diesem Gebiet veranlasst zahlreiche Jugendliche wegzuziehen. Die Schule wirkt dieser Bewegung mit Ausbildungen entgegen.



Ausgabe 02/09


Die wirtschaftliche Situation in Port Said/Ägypten hat sich massiv verschlechtert, weil die Einnahmen aus dem Suezkanal und aus dem Tourismus um über 50 Prozent eingebrochen sind. Trotz aller Bemühungen wachsen die Slums weiter. Sr. Helene, die Sozialarbeiterin, zeigte uns Slumsiedlungen und erzählte vom schwierigen Alltag der Bewohner. Der SHLV hat dort die Aufbauarbeit des "Abanoub Child Center" unterstützt.


Ausgabe 01/09

Antoun erkrankte kurz nach seiner Erstkommunion an Muskelschwund. Jahrelang unterstützten wir die Familie beim Kauf von Medikamenten, später beim Kauf des Rollstuhls und des Sauerstoffspenders. Innerhalb von neun Jahren waren immer wieder Aufenthalte in einer nahe liegenden Klinik nötig, wo er vor kurzem verstarb. Frau G. lebt in einem Dorf im Südlibanon. Der Älteste von neun Kindern ist behindert.



Ausgabe 04/08

Der letzte Krieg im Sommer 2006 sei der schlimmste im Südlibanon gewesen, erzählt Schwester Joséphine. Die Bomben zerstörten alles, vor allem Brücken und Strassen. Besonders problematisch sind nach wie vor die vielen Streubomben in den Feldern. An ihnen sterben ahnungslose Menschen, auch Kinder, oder verletzen sich schwer. Die Menschen leben von der Landwirtschaft: Olivenhaine, Tabakplantagen und Bienenzucht.



Ausgabe 03/08

Die Franziskaner sind seit der Ordensgründung eng mit dem Heiligen Land verbunden. Die 12. der 13 Provinzen war die Provinz Syrien, "jenseits des Meeres". 1218 gab es Minderbrüder in Akko. Franz von Assisi hielt sich zwischen 1219 und 1220 im Gebiet auf. Doch bereits 1263 wurde ihre Präsenz wegen dem Krieg zwischen den Kreuzfahrern und den Muslimen beendet. Zypern blieb als "Sprungbrett" für die Rückkehr im Jahre 1309.
 


Ausgabe 02/08

Während einer Reise durch den Libanon besuchten wir die Organisation "Mission de Vie". Dabei statteten wir auch dem Kindergarten einen kurzen Besuch ab. Hier trafen wir nicht nur fünf oder sechsjährige Kinder, sondern auch jüngere Kinder. Zum Beispiel die kleine Eva mit ihren dunklen Augen und den schönen, dunkelbraunen Locken. Einige der Kinder kamen spontan auf uns zu und zeigten ihre Zeichnungen oder wollten mit uns spielen.
 


Ausgabe 01/08

Die gotische Basilika neben der Handwerkerschule der Salesianer in Nazareth ist dem heranwachsenden Jesus gewidmet. Diese Darstellung unseres Erlösers finden wir weltweit nur an etwa fünf Orten. Das Heiligtum dient der Anbetung und dem Lobpreis der 500 Schüler. Die schlanken Säulen, das hohe Deckengewölbe, die farbigen Glasfenster und Statuen junger Heiliger sind Bijous.
 


Ausgabe 04/07

Von den 1 bis 2 Millionen Gläubigen in den 90er Jahren sind noch etwa 100'000 bis 200 000 im Irak geblieben. Das berichtete Pater Elias Aghia an der Generalversammlung des Vereins im September.

Mehr als 200 000 Iraker, die meisten sind Christen, befinden sich in einem Lager bei Damaskus. Weitere Hunderttausende sind in andern Lagern.
 


Ausgabe 03/07

Die Gesellschaft der Missionare des Hl. Paulus, "Paulisten", ist eine Gemeinschaft von Diözesanpriestern und Brüdern aus verschiedenen katholischen Kirchen mit Hauptsitz in Harissa. Sie wählte den Völkerapostel Paulus als ihren Patron und ihr Vorbild, besonders durch seine klare Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi.
 


Ausgabe 02/07

Impressions de la session du Groupe de travail "Islam" (GTI) de la Conférence des évêques suisses en Syrie.

Du 24 au 31 mars 2007, je me suis rendu en Syrie avec le Groupe de Travail "Islam" (GTI) de la Conférence des évêques suisses. Nos étapes principales étaient: Damas, Alep, Mar Moussa et Maaloula. Nous avons constaté lors de cette session que le modèle des relations entre chrétiens et musulmans en Syrie est méconnu en Europe en général et en Suisse en particulier.
 


Ausgabe 01/07

Le président de la Catholica Unio Internationalis (CUI) a visité les communautés chrétiennes de Terre Sainte au janvier au sein d’une délégation d’évêques catholiques d’Europe et d’Amérique du Nord. Il s’agit pour les évêques de manifester leur solidarité avec la communauté chrétienne locale frappée par une émigration massive. Mgr Bürcher a pu se rendre à Gaza en compagnie d’une délégation d’évêques et du nonce apostolique à Jérusalem, Mgr Antonio Franco.
 


Ausgabe 04/06

Der Entdeckung der Menschenwürde geht der Schmerz voraus. Als Reaktion auf historisch herausragendes Unrecht ist 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der UNO verabschiedet worden. Diese hält in Artikel 1 fest: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.
 


Ausgabe 03/06

Henri Boulad SJ, qui a été pendant 12 ans directeur de Caritas Egypte, est actuellement recteur du collège des Jésuites au Caire. Il a fait ses études au Liban, en France et aux Etats-Unis. A part les conférences qu'il donne en Europe et au Proche Orient, mentionnons ses nombreux de livres publiés dans différentes langues.
 


Ausgabe 02/06

Zum Glück ist alle vier Jahre Fussballweltmeisterschaft und Libanon auch 2006 wieder nicht dabei. Wie jedem fussballbegeisterten Land möchte man es zwar auch den Libanesen gönnen, ihre Nationalelf in der WM-Endrunde zu sehen und mitzufiebern, doch nicht dabeizusein hat im Falle Libanons besondere Vorteile.
 


Ausgabe 01/06

Die Osterzeit ist der Höhepunkt des Kirchenjahres. Auf sie zielt die ganze Fastenzeit ab. Selbst die Weihnachtszeit ist auf sie hingeordnet: Gottes Sohn ist Mensch geworden, um die Menschheit zu erlösen. Ostern ist das Fest der Erlösung, eine Vorwegnahme der ewigen Erlösung.
 



Ausgabe 04/05

Nicht nur galt es Abschied zu nehmen von Papst Johannes Paul II., dem Heiligland-Pilger, dessen Heimgang vor dem Barmherzigkeitssonntag die ganze Welt und vor allem die Medien in den Bann zog. Auch unser verdienter Altpräsident, Domkantor und Archimandrit Dr. Hans Rossi, wurde am 1. Mai 2005 in das Reich der ewigen Herrlichkeit heimgerufen. Er brachte unser Vereinsschiff in weiser, abwägender Voraussicht und mit viel Humor in beste Fahrt als kostbares Erbe seines Vorgängers Prof. Dr. Raymund Erni.
 

Ausgabe 03/05

Pater Mtanios (=Antonius) gehört dem Basilianer Orden des "Heiligen Erlösers" an. Das Mutterhaus, ein Kloster, befindet sich 15 km östlich von Saida, im Südlibanon. Mgr. Haddad wurde 1953 in Yabroud, Syrien, in einer frommen christlichen Familie als viertes Kind von acht Buben und einem Mädchen geboren. 1964/65 trat er ins Kloster "Saint Sauveur" ein, wo er bis zur Matura 1972/73 die Mittelschule besuchte.
 

Ausgabe 02/05

Die in der Nr. 1/2005 auf Seite 12 erwähnte Tagung der "migratio" (Stabsstelle der Schweiz. Bischofskonferenz für Fragen der Migration und der Migrationspolitik) vom 21. September 2004 über die katholischen Ostchristen in der Schweiz hat eine weitere Beschäftigung mit dieser oft vergessenen Gruppe ausgelöst. Wenn im Artikel über die Ostchristen in der Schweiz auch beiläufig die Rede von den ursprünglich fünf Patriarchaten die Rede ist (von der so genannten Pentarchie) und Rom als Hauptstadt des weströmischen und Konstantinopel als Hauptstadt des oströmischen Reiches, die übrigen drei Städte als ausserhalb des Reichsgebiets liegend bezeichnet wurden, so gilt das erst für die Zeit der arabischen Eroberung bzw. der Islamisierung, aber immerhin schon ab Beginn des 7. Jahrhunderts.
 

Ausgabe 01/05

Ich erinnere mich noch an fast jede erste Begegnung mit Christen aus östlichen Kirchen, die mir bis anhin nur aus der Literatur bekannt waren. 1975 sang in der Berner Heiliggeist-Kirche ein armenischer Chor aus Paris, womit mir - dank der mitgelieferten Unterlagen - zum ersten Mal bewusst wurde, dass es 1915 (und vorher schon) einen armenischen Genozid gegeben hatte; das "Alleluja" aus der Messe des Geistlichen, Musikologen und Komponisten Komitas (1869-1935) prägte sich mir so nachdrücklich ein, dass ich nicht locker liess, bis ich die armenischen Spuren in der Schweiz gefunden hatte - und sie waren zahlreich!
 

Ausgabe 04/04

"Die Zukunft liegt in der prophetischen Geste des Dialogs"

Interview mit dem neuen P. Kustos des Hl. Landes, P. Pierbattista Pizzaballa OFM Das Interview führte am 3. November im Salvator Kloster in Jerusalem, P. Gottfried Egger OFM, Provinzial und seit 1. September 2004 Kommissar der Kustodie des Heiligen Landes für die Schweiz.
 

Ausgabe 03/04

Religionsfreiheit und auch sonst Gleichberechtigung für die etwa 15 Prozent christlichen Kopten im mehrheitlich islamischen Ägypten hat ein "Internationales Symposium für die koptischen Christen" gefordert. Vom 23. bis 25. September berieten in Zürich Vertreter der rund eineinhalb Millionen Diaspora-Kopten in Europa und Übersee unter dem Vorsitz des in der Schweiz tätigen Unternehmers Adly Youssef über ein Forderungsprogramm an die Adresse der politischen Führung in Kairo.
 

Ausgabe 02/04

Abuna (Vater) Emile Shoufani wurde im Jahre der Heiligsprechung unseres Landespatrons und Friedensstifters, des Hl. Bruder Klaus, 1947, im Heimatort von Jesus, Nazaret, geboren. Das Lebenswerk von Pfarrer Emile gibt Zeugnis vom unermüdlichen Bestreben, inmitten von Jahrhunderte andauernden Kriegswirren und Gewalt Versöhnung unter den Menschen zu stiften. Als Einjähriger verlor er Grossvater und Onkel, erschossen von der israelischen Armee während einer Räumungsaktion im galiläisch-christlichen Dorf Eilabun.
 

Ausgabe 01/04

Eine Delegation von katholischen Bischöfen aus Amerika und Europa besuchte vom 12. bis 15. Januar das Heilige Land. Auf dem Programm standen Gespräche mit Kirchenvertretern und mit Politikern. Höhepunkte waren Begegnungen mit Israels Präsident Mosche Katzav und Palästinenserpräsident Jassir Arafat. Zum Abschluss veröffentlichten die Bischöfe ein gemeinsames Communiqué. Für die Schweiz nahm Weihbischof Pierrer Bürcher am Treffen teil.
 


Ausgabe 04/03

Wann war zum ersten Mal in Ihrem Leben vom Heiligen Land die Rede? Vielleicht in der Sonntagsschule? Jedenfalls wohl in kirchlichen Zusammenhängen. Wann hörten Sie zum ersten Mal den Namen Israel?

Vortrag von Dr. Andreas Tunger-Zanetti anlässlich der Generalversammlung 2003 des Schweizerischen Heiligland-Vereins 



Ausgabe 03/03

Kurz vor der jüngsten Jahrtausendwende fand in Grossbritannien ein internationales Seminar statt, das sich mit der Lage der Christen im Heiligen Land auseinandersetzte. Es galt, den Zustand zu bestimmen sowie den Anteil der Christen am nationalen Befreiungskampf und ihr Verhältnis zur muslimischen Gemeinschaft. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in einer Broschüre zusammengefasst, aus der wir das Kapitel, das sich mit der christlichen Gemeinschaft von Gaza befasst, gekürzt wiedergeben.
 

Ausgabe 02/03

Bei diesem zweiten Ansturm der Amerikaner gegen Saddam Hussein hat das Überspringen des Kriegsfunkens vom Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris ins Heilige Land Palästina auf sich warten lassen. Wir haben den bekannten Nahost-Spezialisten Heinz Gstrein um Antwort auf die Frage gebeten, was ein Sturz Saddams für mögliche Folgen für die Region haben könnte.
 

Ausgabe 01/03

Der vor wenigen Wochen mit dem Ehrendoktortitel der Theologischen Fakultät der Universität Luzern ausgezeichnete Franz Magnis-Suseno wies in einem Gespräch mit der Kipa auf die Wichtigkeit hin, den Dialog mit dem Islam aufrecht zu erhalten. Es gebe überhaupt keinen Anlass, heute von einem „Krieg der Kulturen“ zu reden, meint der indonesische Jesuit, welcher sich durch wegweisende Arbeiten zum christlich-islamischen Dialog einen Namen gemacht hat.
 

Ausgabe 04/02

Im Vorfeld der Generalversammlung des SHLV gewährte unserer Redaktion der griechisch-melkitisch-katholische Erzbischof Cyrille Salim Boustros ein Interview. Dabei äusserte er sich über die wahren Absichten der Hisbollah, das muslimisch-christliche Verhältnis in seiner Diözese Baalbeck, die Sorge um die Schulen wie auch die schwierigen Beziehungen zum libanesischen Staat, der pleite ist.
 

Ausgabe 03/02

Vor einem halben Jahrhundert gab der Schweizer Pater Ernst Schnydrig den Anstoss zur Gründung des Caritas Baby Hospitals (CBH) in Bethlehem. In unserem Lande bringt man das Werk mit der Mitternachtskollekte an Weihnachten in Verbindung. Bei unseren nördlichen Nachbarn wird es mittels diözesaner Aktionen kräftig unterstützt. Die Sorge um das notleidende Kind ist in Palästina nach wie vor gross. Dies geht auch aus dem nachfolgenden Interview hervor, das wir mit Margrit Zemp, Präsidentin der Kinderhilfe Bethlehem (KHB), führten. Die Kinderhilfe Bethlehem ist als Verein seit 1963 Trägerin des Caritas Baby Hospitals.
 

Ausgabe 03/02 - Gespräch mit Sumaya Farhat-Naser

Mit der deutschen Tageszeitung "Junge Welt" führte die bekannte palästinensische Publizistin Sumaya Farhat-Naser Ende letzten Jahres ein Gespräch unter der Leitung von Rüdiger Göbel. Frau Farhat-Naser lehrt an der Universität Birzeit. Im nachfolgenden Interview macht sie auf den Unterschied zwischen der ersten und zweiten Intifada aufmerksam und auf die falsche Hoffnung Israels auf eine palästinensische Kapitulation. Wir drucken das Gespräch mit freundlicher Genehmigung der Berliner Redaktion ab.
 

Ausgabe 02/02

Im vergangenen Jahr erregte Radio DRS mit der Sendung "Nachbar Islam - Religion oder Ideologie?" unsere besondere Aufmerksamkeit. Sie wurde vor den Ereignissen des 11. September ausgestrahlt. Einmal mehr war es Arnold Hottinger, der aus seinem in vier Jahrzehnten als Nahost-Korrespondent erworbenen Wissen und Erfahrungsschatz schöpfte. Im weltweiten Interessengegensatz zwischen dem sogenannten christlichen Westen und der muslimisch geprägten Welt geht es nicht um Zivilisation oder gar unterschiedliche Glaubenshaltungen.
 

Ausgabe 01/02

Der Westen sollte alles Interesse daran haben, sich mit dem Irak zu versöhnen, denn das irakische Volk gilt als Wall gegen den Islamismus. Der irakische Dominikanerpater Yousif Thomas Mirkis spart nicht mit sarkastischen Worten. Es wäre ein neues Verbrechen, wenn Präsident Bush im Gefolge seines anti-terroristischen Kreuzzuges erneut gegen den ausgemergelten Irak losziehen würde: "In zwölf Jahren Embargo sind hunderttausende von Kindern gestorben, vollkommen vergessen von den westlichen demokratischen Ländern."
 

Ausgabe 04/01

Wir alle wissen, dass die Lage im Nahen Osten besorgniserregend ist. Was wir täglich in den Medien vernehmen, ist unglaublich. Die Hiobsbotschaften und Jeremiaden erreichen uns von allen Ländern, wo Juden, Moslems und Christen im Auftrag ihres gemeinsamen Gottes und Glaubens stehen, das Gesetz, die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu verkünden. Wir aber hören von drohenden Bürgerkriegen. Unsere Jubiläumspilgerreise musste abgesagt werden. Der Pilgerstrom ist durch die willkürlichen terroristischen Gewaltakte versiegt. Es gibt Stimmen, die den befreienden Krieg mit Siegesüberzeugung erhoffen.
 

Ausgabe 03/01

Die letzten hundert Jahre der Weltgeschichte waren geprägt von grossen technischen Entwicklungen, von Fortschritt, aber auch von Kriegen, Krisen und Aufbrüchen. Der Schweizerische Heiligland-Verein hatte diese bewegte Zeit miterlebt und durchgestanden. Vier Phasen der Vereinsgeschichte strukturieren die entscheidenden Bewegungen in der Geschichte von der Gründung des SHLV bis heute.
 

Ausgabe 02/01

Die orientalischen Kirchen kommen am ehesten dann in den Gesichtskreis der Westeuropäer, wenn sie in Bedrängnis sind. Die Kopten in Ägypten (Kopte ist nur ein altes Wort für Ägypter und von der gleichen Wortwurzel) werden immer wieder von islamistischen Fanatikern bedrängt. Dabei machen sie vielleicht 10-15 % der Gesamtbevölkerung (ca. 65 Millionen) aus und sind auch die grösste orientalische Kirche, vor den Armeniern, Syrern und Indern. Ein kurzer Blick auf sie mag etwas Verständnis wecken für eine Kirche, die sich im 20. Jahrhundert erstaunlich erneuert hat, aber für uns viele fremdartige Aspekte bietet.